Lolita 0
von Vladimir Nabokov

Endlich habe ich es geschafft Lolita zu lesen. Ich wollte es schon vor Jahren, aber mein lieber Bruder riet mir, noch ein paar Jahre damit zu warten (Danke, andernfalls hätte ich wohl fast nichts verstanden und wäre nur geschockt gewesen). Ich will nicht behaupten, ich hätte das Buch verstanden. Weil ich es in Englisch gelesen habe, bin ich sicher, dass ich einige wichtige Dinge nicht durchschaut habe. Also muss ich es wohl nochmal auf Deutsch lesen, sobald ich wieder zu Hause bin.
Es ist unglaublich wie schön man ein Buch schreiben kann. Jeder Satz ist wie ein kleines Gedicht. Es ist nicht einfach Sprache, sondern Kunst. Sehr sehr schön. Dabei ist der Inhalt so schockierend. Der Erzähler ist ein Mann, der “Nymphets” liebt, das heißt Mädchen von circa acht bis zwölf Jahren.
Im Buch beschreibt er anfangs, wie es dazu kam, dass er von dieser Art von Wesen sexuell angezogen wird. Und dann findet er schließlich seine Lolita…
Das Buch wurde natürlich seiner Zeit nicht sofort akzeptiert. Es war sehr schwierig für Nabokov, einen Verlag zu finden, der es veröffentlichen wollte.
Ich habe mich gefragt, wie man so ein Buch nur schreiben kann, wenn man nicht selbst auf “Nymphets” steht. Wie kann man solche Gedanken sonst entwickeln?









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